Overtouched and touched out

Overtouched and touched out

Bitte was? Vielleicht kennst du dieses Phänomen: Nach einem langen Tag mit Kind, möchtest du nicht mehr berührt werden. Von deinem Kind, oder auch von deinem Partner. Berührungen tun dann nicht mehr gut, sondern stressen und fühlen sich unangenehm an. Du bist overtouched. Und mit diesem Gefühl kommt meistens auch das schlechte Gewissen: Wie kann es denn sein, dass ich die Berührungen meiner liebsten nicht mehr ertrage?

Du brauchst Zeit für dich

Tatsächlich geht es gar nicht um die Berührungen an sich, ist es gar nichts Körperliches, auch wenn es sich als sensorischer Overload äußert. Sondern dein Körper signalisiert dir damit schlicht und einfach: Du brauchst eine Pause vom „Sich-um-andere-Kümmern“. Durch Kuscheln und Körperkontakt füllen Kinder ihren Beziehungstank. (Du übrigens auch.) Wird das sehr viel, heißt das auch: Du hast dich sehr gut um die Bedürfnisse anderer gekümmert. Jetzt bist du an der Reihe. Du hast eine Grenze erreicht und musst für dich selbst sorgen.

Was hilft, wenn du overtouched bist?

Die gute Nachricht: Du kannst etwas dagegen tun und meist bleibt das Gefühl nicht für lange.

Selbstfürsorge und me-time

Mach Pause! Wenn du dich overtouched fühlst, aber besser auch schon vorher. Wer kann dich entlasten? Wo kannst du Zeit für dich finden? Denn wenn du die bekommst, dann kannst du die Berührungen auch wieder aushalten und sogar genießen. Du brauchst einfach Raum für dich, wenn du touched out bist.

Berührungen nur für dich

Es klingt komisch, kann aber helfen: noch mehr Berührung. Aber solche, die nur für dich und deinen Körper da ist. Zum Beispiel eine tolle Massage, etwas das für dich sorgt. Dann kannst du Berührung auch wieder mit etwas positivem verknüpfen und den eigenen Energietank aufladen.

Kommunikation

Gerade dein Partner ist vielleicht verwundert: Ihr habt euch den ganzen Tag nicht gesehen, er kommt nach Hause, will dich umarmen und du weist ihn zurück. Autsch! Dann erkläre ihm, dass es für dich heute einfach zu viel war. Vielleicht wollte das Baby Cluster-Stillen, ein krankes Kind den ganzen Tag Händchen halten oder dein Kind nur getragen werden. Das ist alles okay. Aber es ist eben auch viel für dich. Sag deinem Partner ganz klar: Es liegt überhaupt nicht an dir. Ich brauche etwas Zeit für mich, dann kann ich diese Zärtlichkeiten auch wieder schätzen.

Hilfe und Entlastung

Findet Alternativen, mit denen ihr in Kontakt bleibt, die nicht so stark körperbezogen sind. Manchmal reicht vielleicht einfach schon, daneben zu liegen, ohne direkten Hautkontakt. Miteinander blödeln. Etwas gemeinsam spielen. Oder, und damit bekommst du gleich deine wohlverdiente Pause, jemand anders kuschelt mit dem Kind. In der Regel gibt es ja mehr Bezugspersonen als nur dich. Und in vielen Fällen können auch diese die Nähe geben, die gerade gebraucht wird. Wie das am besten klappt, mit der Hilfe, kannst du in unserem Buch „Die Klügere gibt ab“ nachlesen,

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