Nachhaltigkeit – Kompromisse sind möglich

Nachhaltigkeit – Kompromisse sind möglich

Teil IV unserer Reihe „Schadstoffe und das schlechte Gewissen“

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind zurecht große Themen unserer Zeit. Sie sind in den ersten dreiTeilen unserer kleinen Artikelserie („Lebensmittel“, „Kleidung und Spielzeug“, „Kosmetika“) immer wieder angeklungen, weil – vereinfacht gesagt – ein Zusammenhang besteht zwischen der Art der Herstellung eines Produkts und der Menge enthaltener Schadstoffe. Deshalb möchten wir zum Abschluss unserer Serie noch ein Spotlight darauf richten.

Nachhaltigkeit: Schlechtes Gewissen vorprogrammiert

Die Zukunft unserer Kinder hängt davon ab, wie wir jetzt mit unserem Planeten umgehen. Das ist eine Tatsache, die dich durchaus unter Druck setzen kann. Denn der Alltag mit Kind ist oft Herausforderung genug, auch ohne dass man bei allem – Fortbewegung, Ernährung, Kleidung, Spielzeug, Freizeitverhalten – auf Umweltverträglichkeit achtet. Gleichzeitig willst du deinem Kind natürlich seine Zukunft auf diesem Planeten sichern. Wenn dann eigene und fremde Erwartungen und Realität aufeinandertreffen, steht die innere Kritikerin schon in den Startlöchern.

Nachhaltigkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Dabei ist es nicht fair, dass die Last des globalen schlechten Gewissens – denn Klimaschutz ist nicht nur ein individueller Auftrag – auf deinen Schultern lastet. Vermutlich bist du dir der Verantwortung gegenüber der nächsten Generation bewusst, empfindest aber genau wie wir eine Machtlosigkeit, ganz allein eine Veränderung zu bewirken. Nicola Schmidt sagt dazu in ihrem Buch „Der Elternkompass“:

„Der Einzelne ist mit der Bewältigung von komplexen Problemlagen wie dem Klimaschutz überfordert. Aber es ist ja nicht unser Job, die Welt allein zu retten.“

Nicola Schmidt: Der Elternkompass, S.27

Nachhaltigkeit: Jeder Schritt zählt

Das man vor so einer großen Aufgabe kapituliert, ist eigentlich ganz logisch. Deshalb schlagen wir vor, mit einem anderen Blickwinkel heranzugehen: Wenn alle Menschen ihren kleinen Beitrag leisten, ohne perfekt zu sein, ist mehr getan, als wenn ganz wenige von uns perfekt ökologisch, plastikfrei und nachhaltig leben. Schau deshalb, was sich in deinen Alltag integrieren lässt: Bio-Lebensmittel statt konventionelle? Plastikfrei im Bad? Mehr Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen? Es muss nicht alles auf einmal sein und auch nicht immer. Jeder Schritt zählt. Sind dir beispielsweise Reisen wahnsinnig wichtig, du möchtest also nicht auf Flüge verzichten, die unglaublich viel CO2 produzieren, dann kannst du vielleicht stattdessen bei deiner Ernährung das Fleisch reduzieren. Stoffwindeln sind dir zu anstrengend – dafür kannst du vielleicht im unverpackt-Laden einkaufen oder, oder, oder.

Achte auch hier auf deine Prioritäten und deine Ressourcen. Du bist gut informiert, du machst dir Gedanken und du fühlst eine Verantwortung – du musst und kannst die Welt aber nicht allein retten.

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